… begeistert, begleitet und bereichert mich.


Ursula Zihlmann

Der rote Faden in Ursula Zihlmanns beruflichem Werdegang ist die Arbeit mit Menschen. Dabei verbreitet sie eine ansteckende Freude am Leben und besitzt die Gabe, eine Beziehung zu den Menschen aufzubauen, unabhängig von Alter, Gesundheit und Hintergrund der Person.

 

Ursula ist zusammen mit vier Geschwistern in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Neben dem gemeinsamen Musizieren durfte sie schon als Kind Konzerte besuchen, Volkstanzkurse belegen und im Kinderchor mitsingen. Die Blockflöte war ihr erstes Instrument, gefolgt vom Klavier. Später lernte sie zwei Jahre an der Jazzschule Luzern, wo sie Unterricht in Musiktheorie, Rhythmik und Klavierbegleitung erhielt. Daraufhin begann sie im Kinderchor mitzuwirken, den sie mit Akkordeon und Klavier begleitete.

 

Ursprünglich war Ursula als Pflegefachfrau auf einer chirurgischen Abteilung tätig. Im Rahmen ihrer Ausbildung arbeitete sie vermehrt mit älteren Menschen und absolvierte u.a. mehrmonatige Praktika in der Psychiatrie und im Kinderspital.

Die Praktika im anschliessendem Studium zur Sozialarbeit hat sie auf der Amtsvormundschaft und in der Suchtberatung (SoBZ) gemacht. Danach arbeitete sie ein Jahr auf einem polyvalenten Sozialdienst und sieben Jahre auf einer Jugend- und Familienberatung. Seit elf Jahren ist Ursula bei der Stadt Luzern im Bereich Frühkindliche Bildung und Betreuung (Kinder Jugend Familie) tätig. Dort organisiert und leitet sie auch Veranstaltungen und Workshops, wodurch sie viel Erfahrung mit Gruppen und deren Dynamiken hat.

 

Nebst ihren vielfältigen Erfahrungen aus der Pflege, Sozialarbeit und Musik schöpft Ursula aus dem Erfahrungsschatz als  Mutter von drei mittlerweile jung-erwachsenen Kindern. 

 

2018 hat Ursula an der Hochschule Luzern das CAS Musikgeragogik erfolgreich abgeschlossen. Motiviert dazu hat sie die Möglichkeit, die Erfahrung in der Arbeit mit Menschen und die Passion Musik miteinander zu verbinden. Nebst der Grundlage von theoretischem Wissen mit Schwerpunkt Alter, wurden instrumentale Begleitung mit Klavier, Akkordeon und Gitarre, sowie Gesang vermittelt. Diese wiederum wurden mit Elementen der Bewegung und Sturzprophylaxe kombiniert, die sich vielseitig und spielerisch in die Arbeit mit Gruppen einbringen lassen.

 

Von Ursulas Erfahrungs- und Wissensschatz, sowie von ihren Fertigkeiten, können Menschen aller Art profitieren. 

 

                  

Ausbildungen & Projekte

 

Seit August 2021

Ausbildnerin Fachbereich Musik - Schule für Lebensbegleitung im Alter (LeA)

 

Seit April 2021

Leitung des Kurses: Singen aus Freude - traversa: Menschen mit einer psychischen Erkrankung

 

Seit Herbst 2019 

Musikalische Leitung - Offenes Singen für Menschen mit Demenz und alle, die gerne singen

Netzwerk Demenz Stadt Luzern

 

Seit August 2018

Leitung des Chors Cantagaudi  (Chor für Erwachsene)

 

2017

Projekt "Roter Faden" - Singen mit demenzerkrankten Menschen

 

2017 - 2018

CAS Musikgeragogik Hochschule Luzern

 

2013 - 2016

Aufbau und Mithilfe Kinderchor Wesemlin, Klavierbegleitung

 

seit 1993

Mitwirkung in diversen Chören und Kleinformationen mit Stimmbildung

 

1993 - 1996

Diplom Sozialarbeiterin FH

 

1991 - 1992

Jazzschule Luzern, Klavier, Musiktheorie und Rhythmik

 

1987 - 1990

Diplom Pflegefachfrau HF

Musikgeragogik - was ist das?

 

Die Entwicklung unserer Gesellschaft ruft neue Berufsfelder hervor. Hierzu gehört auch die Musikgeragogik. Sie ermöglicht älter werdenden Menschen musikbezogene Erfahrungs- und Bildungsprozesse und bewegt sich damit fachübergreifend zwischen Musikpädagogik und Geragogik. Die musikgeragogische Arbeit möchte die Lebensqualität der Menschen nachhaltig fördern, erhalten und steigern. Dies wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Teilnehmenden aus, bereitet Freude und bereichert den Alltag.

 

Wichtige Erkenntnisse entstammen aus Nachbardisziplinen wie Alterspsychologie, Pflegewissenschaft, Soziale Arbeit, Gerontologie und Heilpädagogik. Musikgeragogik wird in unterschiedlichen Institutionen eingesetzt (z. B. Pflege- und Betagtenheime, Musikschulen).

 

Warum Menschen mit Demenz auf Musik ansprechen

Interview mit der Demenz-Expertin Irene Bopp (4:20 Min.), Regionaljournal Zentralschweiz vom 10.04.2018

Quelle: www.srf.ch